Unsere Forschungen an den Befestigungsanlagen vor Hohe Düne bei Terra X. Danke an Gisela Graichen und Peter Prestel für den unterhaltsamen Dreh...
 
Auf der Jahrestagung der Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern hielt unser Vereins- und Vorstandsmitglied Stefan Lange den Vortrag "Archäologie modern vermitteln - Digitalisierung des maritimen Kulturerbes". Stefan erklärte damit die Aufwände, vordergründig aber die Möglichkeiten der Digitalen Konservierung des Kulturgutes unter Wasser.
Neben der Ausstellung zu den Hafen- und Befestigungsanlagen vor Hohe Düne konnten wir die Tagungsteilnehmer und -teilnehmerinnen mit einem Stand im Foyer des Rostocker Rathauses informieren. Besonders überzeugt hatte hierbei die Virtuelle Realität des Schlepperwracks vor Warnemünde, einem Gemeinschaftsprojekt der Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V., dem Fraunhofer IGD und der Rostocker Firma Alpha 3. Neben dem Landesarchäologen und dem Professor des Lehrstuhles für Ur- und Frühgeschichte unternahmen zahlreiche Besucher einen virtuellen Tauchgang zum Schiffswrack.
Wir freuen uns, dass auf der Tagung fünf Vereinsmitglieder für ihre besonderen "Dienste" in der Denkmalpflege unter Wasser ausgezeichnet wurden.
 
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Wir freuen uns, dass unsere Arbeiten, der Digitalisierungsansatz und die Wiederbeschaffung aussagekräftiger Unterwasserfunde vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege gewürdigt werden. Das durch unseren Verein seit 2009 bearbeitete Schlepperwrack vor Warnemünde ist Fund des Monats August 2022. Nähere Infos unter:
 
Schlepper Fund des Monats
 
 
An der Warnemünder Mittelmole kamen bei Baggerarbeiten 2020 Bollwerkshölzer zu Tage, die nicht den Behörden gemeldet, sondern dem "Holzkünstler" Volker Werner übergeben wurden. Dieser ahnte, dass er Bedeutendes und Altes erhalten hatte und begann seine Odyssee auf der Suche nach Jemandem, den das interessiert.
Nach einem halben Jahr wurden dann über das Schifffahrtsmuseum die zuständigen Behörden und dann wir kontaktiert, so ist der Fund bekannt geworden und nicht in Vergessenheit geraten. Vielleicht stammen die Hölzer aus dem 15. Jahrhundert von der alten -zerstört geglaubten- Warnemünder Ostmole, vielleicht aber auch als Schüttgut von den Bollwerken am Pagenwerder, dies werden kommende Untersuchungen zeigen. Ein Teil dieser Konstruktionshölzer fand aber gestern seinen Weg ins Rostocker Rathaus und wird dort vom Förderverein Freundeskreis Archäologisches Landesmuseum MV e.V., Volker Werner und uns präsentiert. Wir freuen uns, die Hölzer mit der inhaltlichen Ausgestaltung in einen Kontext stellen zu dürfen und verweisen auf unser Projekt MARKUR - Maritime Kulturlandschaft Rostock Hohe Düne. Weiter dürfen wir den Mitgliedern der Bürgerschaft und Besuchern die Möglichkeiten der Digitalen Konservierung des Kulturerbes unter Wasser näher bringen.
 
 
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Was kann die Digitalisierung von Kulturerbe unter Wasser? Auf diese Frage möchte die Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V. am Vereinssitz in Dorf Schmarl eindrücklich eingehen. Zu sehen sind anlässlich des Stadtteilfestes am 18.06.2022 digitale Modelle von Fundplätzen aus der Warnemünder Bucht und 3D-Drucke zum Anfassen. Das Highlight wird die Virtuelle Realität eines gesunkenen Schleppers darstellen, der in 9 Metern Wassertiefe keine 2 km vor dem Hotel Neptun liegt. Vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung wurde das Wrack in eine virtuelle Umgebung gespielt, so dass Besucher und Besucherinnen mit einer VR-Brille über den Meeresgrund und durch das Wrack laufen können. Die archäologische Dokumentation ließ sogar eine aufwändige Modellierung zu, die den vermutlichen Originalzustand des Schiffes zeigt. Inventar konnte am Schiffswrack auch geborgen werden. Schiffskompass, Werftschild, Geschirr und sogar ein Röhrenradio sind ebenfalls digital konserviert und können durch die VR-Brille angefasst und bewundert werden. Zu den Hintergründen von Wrack und virtueller Realität stehen die Kooperationspartner des Fraunhofer-Instituts und der Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V. von 14-18 Uhr Rede und Antwort.

Mit verschiedenen Präsentationsformen von Kulturgütern aus den Gewässern MV‘s in 3D möchte der Verein die Möglichkeiten des Digitalisierungsansatzes betonen. Fundplätze können als Allgemeingut zugänglich gemacht und als Zeugen der lokalen maritimen Geschichte in Museen, Uni und Schule, für Wissenschaft, im virtuellen oder öffentlichen Raum genutzt und präsentiert werden.

 

FB GfS 2022 Plakat

 

FB GfS 2022 VR0

 

FB GfS 2022 VR1

 

GfS 2022 MartinSiegel

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